Philipp Baum

Philipp Baum

YFP -Stipendiat

Beruf(e): Lehrer, Moderator, Workshopleiter, Projekte-Erträumer und -Verwirklicher

Aufgaben: „Informationsfluss-Minister“ beim YFP, Gemeinschafts-Ressort, (Vereins-)Treffen organisieren und moderieren, Dokumentation erstellen, Projekte coachen, Projekte erfinden und sammeln, unendlich viele emails schreiben

Kontakt: philipp(at)youthfuture.de

Was sind deine Interessen und was tust du gerade?

Mein hauptsächliches Interesse ist, den Kontakt zwischen Menschen und zwischen Mensch und den anderen Lebewesen auf der Erde zu verbessern. Ich habe viel über GFK (Gewaltfreie Kommunikation) gelernt, was mir eine bessere Beziehung zu mir selbst und anderen Menschen ermöglicht hat. Ich gebe auch Seminare in GFK und bin im Zertifizierungsprozess des Center for Nonviolent Communication in den USA. Konfliktlösung hat mich auch länger beschäftigt und ich habe ein Ausbildung (berufsbegleitend) zum Mediator gemacht. Ich interessiere mich auch für geistige Gesundheit und beschäftige mich mit dem „Radical Mental Health“- Konzept und ähnlichen Ansätzen. Ich sehe es als absolut gesund an, Schmerz über den Zustand der Erde zu fühlen und als die vielleicht größte geistige Krankheit apathisch und indifferent gegenüber all dem Leid und der Gefahr der ökologischen Katastrophen zu sein. Joanna Macy nennt dies das „absterben der Gefühle“ und den Verlust zur Verbindung zum Leben.

Ich war Teil des Organisationsteams der Youth Future Conference 2013 und beteilige mich auch am Aufbau des Youth Future Projects selbst. Ich moderiere Treffen und versuche unsere Gemeinschaft dadurch zu stärken. Bei der Konferenzvorbereitung habe ich beim Fund-raising, Teilnehmerkommunikation und Aufbau der Gesamtgruppentreffen der Konferenz geholfen und außerdem einen Workshop zum Thema Bildung gegeben (mit Anna-Lena). Ich bin auch Teil des Follow-Up’s der Konferenz (Dokumentation und VIA-Coaching).

Um eine tiefere Verbindung mit dem mehr-als-menschlichen Leben auf der Erde zu bekommen studiere ich Tiefenökologie, die mir hilft mich als Teil des Gesamten zu sehen. Vielleicht bin ich auch Teil der Immunreaktion der Erde, die sich gegen Zerstörung wehrt und sich schützen will. Ich bin manchmal im Hambacher Forst, der für einen Braunkohletagebau gerodet werden soll und unterstütze die Besetzung dort.

Ich denke, dass es auch wichtig ist, neue Strukturen aufzubauen aus denen sich die neue Gesellschaft entwickeln kann. Ich bin Teil einer kleinen Gemeinschaft in Norddeutschland, wo wir versuchen möglichst nachhaltig zu leben und den Besitz des Landes und der Häuser gemeinsam zu verwalten.

Warum arbeitest du im Youth Future Project?

Ich habe mich dem YFP im Januar 2013 angeschlossen, weil ich eine Gruppe brauchte, in der ich an sozialen und ökologischen Themen arbeiten kann. Für mich ist das Projekt ein hervorragender Raum um mir meiner Stärken bewusst zu werden und die ganze Gemeinschaft zu unterstützen. Im YFP kann ich sehr leicht Vorschläge einbringen und es gibt eine große Offenheit dafür, neues auszuprobieren. Mir gefällt auch die Kombination aus professionellem Umgang mit Fund-raising, Organisation, Partnerschaften und den langen Abenden ums Lagerfeuer und emotionaler Wärme. I hoffe, dass wir gute Lernumgebungen gestaltet haben und gestalten werden, die Menschen darin stärken das Leben und die Vielfalt auf der Erde zu beschützen.