Preisverleihung des Right Livelihood Awards 2013RLA Award Ceremony 2013

Im September gab die Right-Livelihood-Award-Stiftung die diesjährigen Preisträger bekannt. Die Preisverleihung fand am 2. Dezember im schwedischen Parlament in Stockholm statt. Die Preisträger sind:

  • Paul Walker (USA), „…für die unermüdliche Arbeit für eine Welt ohne chemische Waffen”
  • RajiSourani (Palästina), „…für sein beharrliches Engagement für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen.“
  • Denis Mukwege (Demokratische Republik Kongo), „…für seinen Einsatz in der Behandlung von Frauen, die sexuelle Gewalt im Krieg überlebt haben, und seinen Mut, die Grundursachen anzusprechen.“
  • Hans Herren / Stiftung Biovision (Schweiz), „…für sein Know-how und seine Pionierarbeit in der Förderung einer gesicherten, geschützten und nachhaltigen weltweiten Nahrungsmittelversorgung.“

Das Youth Future Project gratuliert den Preisträgern herzlich und wünscht ihnen alles Gute für ihre Arbeit. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte!

Paul Walker mit Philipp, Alexander und Norina

Paul Walker mit Philipp, Alexander und Norina

Zu den Gästen der Preisverleihung zählte auch die vierköpfige Youth-Future-Project-Delegation (Carla Duvenhorst, Alexander Capistran, Philipp Baum, Norina Möller). Die Delegation nutzte die Gelegenheit, um die Preisträger und viele andere interessante Wegbereiter für den Wandel aus der ganzen Welt kennenzulernen. Nachstehend findet ihr – teilweise kritische – Kommentare einiger Mitglieder der Delegation insbesondere zum Ablauf der Preisverleihung:

„Ich glaube, dass wir uns alle in der schwierigen Situation befinden, inwieweit wir an Altbewährtem festhalten und ab wann wir neue Wege einschlagen wollen. Normalerweise nehme ich an offiziellen Veranstaltungen wie der Preisverleihung des Right Livelihood Awards nicht teil und fand den Rahmen, in dem sie stattfand, ziemlich interessant. Dennoch frage ich mich weiterhin, ob es richtig ist, die Mittel und Wege der Mainstream-Gesellschaft zu übernehmen, um die Welt zu ändern. Dunkle Anzüge und Reden vor dem Parlament stehen für mich in der Tradition des alten, weißen europäischen Patriarchats. Ich würde gern einmal an einer Veranstaltung mit einer anderen Gestaltung der Feierlichkeiten teilnehmen. Trotzdem bin ich dem RLA, den Preisträgern und allen Beteiligten für die geleistete Arbeit und für ihr Engagement zum Wohl ihrer Mitmenschen dankbar“, Philipp B.

„Es war eine gute Möglichkeit, um sich wieder auf den RLA einzustimmen, aber es zeigte auch das offensichtliche Potential einer projektbasierten Kooperation zwischen uns. Jedenfalls mehr als bislang. Oder vielleicht verleihen ja einige junge Mitglieder des Youth Future Project den Award im nächsten Jahr? Die Preisverleihung war auf jeden Fall voll von Sorgfalt und Hingabe…,“ Alexander C.

YFP-Delegation beim RLA-Büro in Stockholm

YFP-Delegation beim RLA-Büro in Stockholm

„Stockholm war eine wunderbare Gelegenheit, um dem Youth Future Project ein Gesicht zu verleihen und ein Jugendnetzwerk bekannt zu machen. Viele Teilnehmer der Preisverleihung kannten uns nicht und waren von unserer Arbeit äußerst beeindruckt. Außerdem besuchten wir das Büro des Right Livelihood Award, um die Mitarbeiter kennenzulernen und mit ihnen über eine zukünftige Zusammenarbeit zu sprechen. Allerdings hat mich der formelle Rahmen der Preisverleihung überrascht und auch, wie sehr sich der Geist von Veränderung und Hoffnung darin verliert“, Norina M.

Übersetzt im Rahmen der PerMondo Initiative von Katharina Strietholt. Mit der Unterstützung von Mondo Agit, eine Agentur die Übersetzungen in allen Weltsprachen anbietet.

In September, the Right Livelihood Award Foundation announced this year’s laureates. The ceremony took place in the Swedish parliament in Stockholm on 2nd December. The laureates are:

Right Livelihood Award 2013

RLA Laureates 2013, Foto Wolfgang Schmidt

The Youth Future Project warmly congratulates the laureates and whishes all the best for their work. We are looking forward to joint projects in the future!

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Paul Walker with Phillip, Alexander and Norina

Also attending the ceremony was a four-headed Youth Future Project delegation (Carla Duvenhorst, Alexander Capistran, Philipp Baum, Norina Möller). The delegation used this opportunity to get to know the laureates and many other interesting change makers from all over the world. Below you can find some –partly critical lines, mostly concerning the setup of the ceremony- from some members of the delegation:

“I think we all are in the difficult situation how much we want to participate in the old ways and where we want to part with them. I don’t usually attend official meetings like the Right Livelihood Award Ceremony and found it quite interesting to experience the way it took place. I am, however still wondering if it’s good to copy the ways of mainstream society if you want to change something in the world. Wearing dark suits and holding speeches in a parliament is the culture of old, white European patriarchy to me. I would love to attend a festive occasion with different forms of celebration sometime. Nevertheless, I am grateful to the RLA, the laureates and everyone being there for the work you’re doing and that you care so much about the well-being of your fellow human beings!“, Philipp B.

“It was a quite good opportunity to get tuned to the RLA again, but also showed the apparent potential lying in a very project-based cooperation between them and us. More than up to now at least. Or maybe some young member of the YFP will hand over the award certificates next year? The ceremony, however, was full of care and dedication…”, Alexander C.

“Stockholm was an amazing opportunity to give the Youth Future Project a face and to spread the word of a Youth Network. Many attendees of the ceremony didn´t know about us and were deeply amazed by our work. We also stopped by the Right Livelihood Award bureau to get to know the staff and to talk about future cooperation. Nevertheless, I was surprised by the formal setup of the ceremony and how much the spirit of change and hope is getting lost within these patterns.”, Norina M.

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YFP Delegation at the RLA Office in Stockholm